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ein kleines gedicht..

vom: 05.08.2006 09:06 Uhr | von: alex68

MORD

Wie ich es hasste, ihnen all die
Jahre, Stunden und Minuten als
Schichtarbeiter zu opfern; alles
tat mir weh, es machte mich benommen
und leicht kirre; es war Mord, es
kostete mich meine Jahre, und ich
verstand es nicht.
Die Kollegen schien es nicht zu
quälen, viele wirkten sogar zufrieden
und das machte mich fast so kirre
wie die öde sinnlose Maloche.

Die Kollegen fügten sich.
Die Arbeit stampfte sie
zu Mus; sie wurden ausgequetscht
und weggeworfen.

Ich hasste jede Minute. Jede
wurde verstümmelt. Nichts
unterbrach die Monotonie.

Ich dachte an Selbstmord.
Versoff mein bisschen
Freizeit.

Jahrzehnte riss ich ab.

Lebte mit der schlimmsten
Sorte Frauen zusammen. Was
der Job nicht kaputtmachte
killten sie.

Ich wusste, dass ichs nicht
mehr lange machen würde.
Etwas in mir sagte:
Stirb doch, schlaf ein, werde
wie sie, schlucks runter.

Dann eine andere Stimme:
Nein. Bewahr dir, was du
kannst.
Es muss nicht viel sein;
nur ein Funken.
Ein Funken kann einen ganzen
Wald in Brand setzen.
Nur ein Funken.
Bewahr ihn dir.

Ich denke, das
hab ich auch
getan, und ich
bin froh darum.
Ein Mordsglück
verdammt nochmal.

Charles Bukowski


Kommentare:
auf der friedhofswand gelesen..
von: alex68 | 24.08.2006 14:44
Der Tod ist gross
Wir sind die Seinen
Lachenden Mundes
Zeit im Nichts
von: alex68 | 20.08.2006 19:56
Sicher
ich bin jetzt drin
Weiss aber nicht wie
Ich hierher gekommen bin

Die Zeit verschwimmt
In den Mauern der Welt
Man kann sie nicht sehen
Zu langsam, zu schnell

Den Weg hier raus
Den kenn ich schon
Nur die Zeit zwischen den Auswegen
Sie bringt mich um
..
von: alex68 | 20.08.2006 19:18
Lebte mit der schlimmsten
Sorte Frauen zusammen...das kennst du ja, selimos!
prima
von: selim | 18.08.2006 18:55
ich finde das sher schön auch toll wircklich perfekt alex
elli du poetin!
von: alex68 | 10.08.2006 12:24
www
Ist das von dir
von: jailkey | 10.08.2006 12:01
?
-
von: elli | 08.08.2006 18:58
Wider willig oder wieder willig?

Zerteilt von einem schneidenden Strahl,
der nachts durch dieses Fenster fiel,
fremd in der Fremde,
plötzlich diese Wut,
die Dich packt und aus der Wärme zieht,
schlotternd gegen den Wind,
bitterkalt das Eis in Deiner Hand,
das Du hältst um es nicht zu verlieren,
um den Moment zu spüren
und nie wieder loszulassen.

Klammernd, schlotternd,
weiß vor Schuld,
Geruch nach bitteren Pillen
Schluckweise
in die blutige Hand gepresst.

Bissig und alt,
Stiche in meiner Nase,
beim Pissen telefoniert,
ein Moment ist kein Moment,
aber es waren zu viele
Momente
Zu viel Zeit
Zum Glück nicht das Licht des Morgens
Auf meiner blassen Haut
so ein cooler autor..
von: alex68 | 06.08.2006 22:40
..der gute buk, r.i.p...
sehr....
von: Henning | 05.08.2006 20:23
...schön, wirklich! Cooler mensch
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